INcity-STUTTGART/Record Review dEUS
Quelle: INcity-STUTTGARTIn A Bar, Under The Sea
Das pulst. Ihre große Klasse und der Abwechslungsreichtum sind den Belgiern seit dem Debüt "Worst case scenario" vor zwei Jahren nicht abhanden gekommen (man konnte sich zwischenzeitlich bestensmit "Moondog Jr." behelfen, bei denen dEUS-Frontmann Stef Kamil Carlens ja ebenfalls schwer mitrührt). Auch "In a bar, under thesea" ist wieder eine facettenreiche Sammlung edler Klangschnippsel geworden, ist Zitatensammlung aus Rock, Folk und Jazz, ist Collage unterschiedlichster tile. "In a bar" fühlt man sich in "Gimme the heat", benommen vom Drink an der Theke, benommen auch von den dramaturgisch exzellenten Violinstrichen über dem schrägen Orchesterbrei. Charles Mingus läßt beim "Theme from Turnpike" grüßen, bei dem man auch um Vergleiche mit Tom Waits nicht ganz herum kommt. Der Punk geht ab im "Memory of a Festival", und im "Supermarktsong" steht in etwa drin, was dieses zweite dEUS-Album ausmacht: supersexy, supercool,ganz und gar nicht superflue.